Affäre aufgeflogen: Paartherapeutin gibt Tipps für die Zeit danach

Germanto
Es gibt diesen Moment, in dem du das Handy deines Partners in der Hand hast und plötzlich alles klar ist: Die Nachrichten, die Bilder – der Beweis einer Affäre. Plötzlich steht die Welt Kopf, und alles, was davor aufregend und verboten war, verwandelt sich in einen emotionalen Absturz. Die meisten denken, so ein Vertrauensbruch ist das Ende – aber Paartherapeutin Ilka Hoffmann-Bisinger sagt: Genau hier beginnt etwas völlig Neues. Die verbreitete Vorstellung ist, dass eine aufgedeckte Affäre immer das sofortige Aus für die Beziehung bedeutet. Aber das stimmt oft nicht. Viel entscheidender ist, was jetzt passiert: Reden, schweigen, beschuldigen oder gemeinsam durch das Chaos gehen. Die eigentliche Frage ist nicht, ob alles vorbei ist – sondern ob beide bereit sind, sich dieser Krise zu stellen. Ilka Hoffmann-Bisinger arbeitet seit Jahren mit Paaren, die mitten in diesem Scherbenhaufen stehen. Sie beschreibt, wie viele erst einmal wie betäubt sind. Manche packen sofort die Koffer, andere frieren ein, und wieder andere suchen verzweifelt nach Antworten. Hoffmann-Bisinger erinnert sich an ein Paar, das nach 22 Jahren Ehe plötzlich mit der Wahrheit konfrontiert wurde. Sie – Architektin, er – Steuerberater. Sie fand die Nachrichten, es folgte eine Woche Schweigen. Erst dann sassen sie sich gegenüber, beide rot geweint, beide überzeugt, dass jetzt alles verloren ist. Aber: Beide wollten wissen, warum es so weit gekommen war. Das ist der Punkt, an dem die Therapie ansetzt. Ein überraschender Fakt: Studien zeigen, dass etwa die Hälfte aller Paare, bei denen eine Affäre auffliegt, nicht sofort auseinandergeht. Manche kommen sogar gestärkt daraus hervor, weil endlich über Dinge gesprochen wird, die jahrelang unter der Oberfläche brodelten. Hoffmann-Bisinger sagt, der grösste Fehler sei, alles zu überstürzen – weder die sofortige Trennung noch das sofortige Vergeben bringen echte Klarheit. Es brauche Zeit, manchmal Wochen, in denen beide verstehen, was wirklich verletzt wurde. Und dann geht es um Ehrlichkeit: Was fehlt, was wurde gesucht, was hätte gesagt werden müssen? Viele erleben in dieser Phase eine neue Ehrlichkeit, manchmal schmerzhafter als die Affäre selbst. Ein Detail, das hängen bleibt: Hoffmann-Bisinger bittet ihre Klienten oft, ihre wichtigsten Fragen aufzuschreiben, bevor sie reden. Denn in der ersten Wut sagt man Sätze, die nicht zurückzunehmen sind. Was selten erzählt wird: Auch der, der betrogen hat, fühlt oft grosse Scham und Angst, alles verloren zu haben – und genau das öffnet manchmal erst den echten Dialog. Eine Sichtweise, die meist untergeht: Nicht der Seitensprung entscheidet über das Ende, sondern wie beide mit der Wahrheit umgehen. Willst du wissen, woran du tatsächlich bist? Es zeigt sich erst in den Wochen nach dem Auffliegen, wenn der Schock langsam nachlässt und Platz für echte Gespräche wird. Am Ende bleibt ein Satz der Therapeutin hängen: „Die meisten Paare trennen sich nicht wegen der Affäre – sie trennen sich, weil sie nicht mehr miteinander reden können.“Was danach kommt, ist oft nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang – allerdings keiner, den man sich freiwillig aussucht. Wenn das Vertrauen zerbricht, zählt nicht die Affäre, sondern, ob man einander wieder zuhören will. Wenn du nach diesem Thema merkst, dass du alte Überzeugungen hinterfragst, kannst du auf Lara Notes I'm In wählen – das ist mehr als ein Like, das ist der Moment, in dem du sagst: Diese Perspektive nehme ich mit. Und wenn du jemanden hast, mit dem du genau über diese Dynamik gesprochen hast – vielleicht gestern am Küchentisch oder auf dem Heimweg – dann kannst du auf Lara Notes Shared Offline taggen und festhalten, dass dieses Gespräch für euch beide wichtig war. Das war ein Gespräch aus der Stern – du hast dir mit dieser Note mehrere Minuten Recherche und Lektüre gespart.
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