Die Fäuste in der Tasche (Marco Bellocchio) - Interviews
Italianto
Die Faust in der Tasche – Gespräche über einen Meilenstein des italienischen Kinos.
1965 entsteht ein Film, der das italienische Kino aufrüttelt: Die Faust in der Tasche. In bewegenden Gesprächen mit Regisseur Marco Bellocchio und den zentralen Darstellern Lou Castel sowie Paola Pitagora entfaltet sich das Bild einer Zeit im Umbruch. Leidenschaftlich diskutieren sie über das radikale Erzählen, das sich kompromisslos gegen familiäre und gesellschaftliche Konventionen stellt. Jeder erinnert sich an die Intensität der Dreharbeiten, an die Suche nach Wahrhaftigkeit und an die Atmosphäre des Aufbegehrens, die am Set spürbar war.
Die Schauspieler beschreiben, wie der Film ihnen die Möglichkeit gab, Grenzen zu überschreiten und ihre Figuren bis ins Extrem auszuleuchten. Dabei geht es nicht nur um Provokation, sondern um das Erforschen von inneren Konflikten, die das Publikum auch heute noch bewegen. Der Film wird als mutiges Statement erlebt, als Befreiungsschlag einer jungen Generation gegen das Festgefahrene.
In den Gesprächen wird deutlich, welche Wirkung Die Faust in der Tasche auf das italienische Kino hatte, wie er Diskussionen entfachte, Tabus brach und neue Wege eröffnete – ein Film, der sich tief ins kulturelle Gedächtnis eingebrannt hat.
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