Hält uns emotionale Intelligenz davon ab, bei einer Unhöflichkeit auszurasten? Das sagt die Wissenschaft

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Ein unhöflicher Kommentar bei der Arbeit verrät nicht so viel über deine Persönlichkeit, wie du vielleicht denkst: Was wirklich vorhersagt, ob du ruhig reagierst oder ausrastest, ist deine Stimmung genau in diesem Moment. Dies zeigt ein Experiment mit 104 Personen, die Spanisch und Englisch beherrschen: Zuerst wurde ihre emotionale Intelligenz gemessen, dann wurden sie mit Videos in gute oder schlechte Laune versetzt, und erst danach wurden ihnen Beispiele für Unhöflichkeiten am Arbeitsplatz in beiden Sprachen gezeigt. Das Ergebnis? Der vermeintliche Vorteil der emotionalen Intelligenz wurde zunichte gemacht. Was am meisten zählte, war, wie sie sich in diesem Moment fühlten, nicht, ob sie generell emotional intelligent waren. Tatsächlich entschieden sich einige mit geringer emotionaler Intelligenz, nicht auf die Beleidigung zu reagieren, und erklärten dies wie folgt: „Es ist besser, nicht zu antworten, als etwas zu sagen, das ich bereue“ oder „Ich möchte mich nicht auf sein Niveau herablassen“. Mit anderen Worten: Dein Blut mag innerlich kochen, aber deine Werte und deine Ethik können dich mehr zurückhalten als jede emotionale Fähigkeit. Von allen Persönlichkeitsmerkmalen war die Geselligkeit das einzige, das einen Unterschied machte: Die geselligsten Personen neigten dazu, selbstbewusst zu antworten, die weniger geselligen dazu, zu schweigen. Aber selbst dort überwog die Stimmung des Augenblicks alles andere: Wenn sie schlecht gelaunt waren, waren ihre Antworten beleidigender; wenn sie gut gelaunt waren, waren sie manchmal direkter und sogar härter, als ob die gute Laune die soziale Bremse löste und stärkere Antworten ermöglichte. Ein weiteres Detail, das Überzeugungen widerlegt: Es gab kaum einen Unterschied zwischen der Antwort auf Spanisch oder auf Englisch. Weder die Muttersprache noch die Zweitsprache veränderten die Reaktion, vielleicht, weil soziale Normen und persönliche Überzeugungen mehr Gewicht haben als die Sprache. Wenn also das nächste Mal ein Kollege etwas Unpassendes von sich gibt und du merkst, dass du schroffer als sonst reagierst, liegt der Grund dafür vielleicht nicht an deiner Geduld oder deiner Selbstbeherrschung, sondern daran, ob du einen leeren Magen hast oder wie dein Morgen verlaufen ist. Der Charakter ist kein perfekter Schutzschild: Die Tagesstimmung hat das Sagen. Wenn diese Idee deine Sicht auf Konflikte am Arbeitsplatz verändert hat, kannst du sie in Lara Notes mit I'm In markieren – es ist kein Like, sondern deine Art zu sagen: Von nun an sehe ich das anders. Und wenn du überrascht feststellst, dass du mit jemandem darüber sprichst – beim Mittagessen, im Café oder in einer Besprechung –, kannst du es in Lara Notes mit Shared Offline markieren, damit du weißt, dass dieses Gespräch wichtig war. Diese Studie erschien in The Conversation und hat dir gerade 1 Minute Lesezeit erspart.
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