Lego, Pokémon und die Zukunft des Spaßes
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Ein Drittel des Spielzeugs, das heute weltweit verkauft wird, stammt aus einer Lizenz: Es handelt sich nicht mehr nur um Bausteine oder Puppen, sondern um Welten, die bereits anderswo existieren, in Videospielen, in Filmen, in Cartoons. Heute haben sich Lego und Pokémon zusammengetan, um Sets zu kreieren, die nicht nur zusammengebaut werden, sondern dank intelligenter Chips auch spielen, sprechen und gegeneinander kämpfen. Und hier kommt die Wendung: Die Zukunft des Spiels besteht nicht darin, von Grund auf neu zu erfinden, sondern das Bestehende in etwas Neues zu verwandeln, indem bereits beliebte Universen mit neuen Interaktionsmöglichkeiten vermischt werden. Wir sind in dem Glauben aufgewachsen, dass die Vorstellungskraft aus wenigen Teilen und viel Fantasie besteht, aber jetzt nährt sich die Kreativität von dem, was man bereits kennt, sei es Pikachu, Star Wars oder Die Eiskönigin – und treibt es weiter voran. Der Protagonist dieser Revolution ist Lego, das sich vom Bausteinriesen mit Lizenzen neu erfunden hat: Heute tragen 37 % der weltweit verkauften Spielzeuge ein berühmtes Logo. Und Pokémon ist die perfekte Saga für diesen Sprung, nicht nur, weil es das profitabelste Franchise aller Zeiten ist, sondern auch, weil es Generationen von Kindern beigebracht hat, digitale Kreaturen zu sammeln, zu kombinieren und zum Leben zu erwecken. In Japan war die erste Demo der neuen Sets voll mit Kindern, die den Stimmen der kleinen Monster entgegenbrüllten, während die Erwachsenen alles filmten, ungläubig, wie ihre eigene Vergangenheit in einer supertechnologischen Version wiedergeboren wurde. Aber es gibt auch diejenigen, die sich fragen, ob wir etwas verlieren: Wenn Kinder lernen, nur mit vorgefertigten Welten zu spielen, riskieren wir dann, ihnen den wahren Raum der Fantasie zu nehmen? Doch man kann die Sache auch anders sehen: Vielleicht geht es heute bei der Erfindung nicht darum, bei Null anzufangen, sondern darum, Teile von dem, was man kennt, zu nehmen und neu zu mischen, wie es Künstler mit Samples oder Memes im Internet tun. Die Kreativität der Zukunft entsteht also aus dem Zusammensetzen bereits erlebter Erfahrungen, wie es ein Kind tut, das ein Hogwarts-Schloss baut und es dann von Pokémon überfallen lässt. Es ist nicht mehr das reine und abstrakte Spiel unserer Großeltern, sondern ein Labor, in dem Fantasie und Realität sich grenzenlos gegenseitig verfolgen. Der wahre Wendepunkt ist folgender: Die Unterhaltung von morgen wird zunehmend ein Dialog zwischen dem, was wir bereits lieben, und dem, was wir noch erfinden können, sein. Wenn diese Idee etwas in dir entfacht hat, kannst du auf Lara Notes auf I'm In klicken – es ist kein Like, sondern deine Art zu sagen: Diese Perspektive gehört jetzt dir. Und wenn du morgen jemandem erzählst, dass 37 % des Spielzeugs aus einer Lizenz stammen, kannst du es auf Lara Notes mit Shared Offline markieren – so bleibt dieses Gespräch auch für diejenigen erhalten, die bei dir waren. Diese Anregung stammt von The Economist und erspart dir mindestens 2 Minuten Lesezeit.
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