Narzissmus, Selfies und Social Media: Ist mein Kind zu selbstverliebt?
Germanto
Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Selbstwertgefühl der Jugendlichen von heute zu einem Problem wird, denken Sie an Folgendes: Ein wenig Narzissmus ist normal, ja, er ist sogar eine Phase des Heranwachsens. Laut einer Kinderpsychotherapeutin geht es nicht wirklich darum, ob Ihr Kind zu viele Selfies macht oder alle fünf Minuten TikTok aktualisiert, sondern darum, was danach passiert. Die Frage, die sich fast alle stellen, lautet: Wächst diese Generation zu sehr in sich selbst hinein? Die Antwort ist überraschender, als es den Anschein hat: Narzissmus bei Jugendlichen ist an sich keine Gefahr. Er ist wie ein Kleidungsstück, das man in der Pubertät anprobiert. Das Problem entsteht erst, wenn es zu lange getragen wird, und hier kommen die Eltern ins Spiel. Stellen Sie sich eine Mutter vor, die ihren Sohn nicht fragt, wie er sich wirklich fühlt, sondern ihn nur dann lobt, wenn er viele Likes bekommt. Oder einen Vater, der auf Selfies nur das Aussehen seiner Tochter kommentiert, nie ihre Freundlichkeit oder ihre Gedanken. In solchen Familien kann Narzissmus zu etwas Dauerhaftem werden. Aber in Familien, in denen auch das, was man nicht sieht, geschätzt wird – wie der Mut, Fehler zu machen, oder die Fähigkeit, zuzuhören – verschwindet der vorübergehende Narzissmus. Eine zum Nachdenken anregende Tatsache: Die Psychotherapeutin ist der Ansicht, dass die ständige Präsenz und das aufrichtige Interesse der Eltern stärker sind als jeder Algorithmus in den sozialen Medien. Auch wenn Kinder Stunden online verbringen, wird ihr Charakter in Wirklichkeit von der Art und Weise geprägt, wie sie zu Hause wahrgenommen werden. Die Perspektive, die bei Gesprächen über soziale Medien und Narzissmus oft fehlt, ist folgende: Es nützt nichts, TikTok oder Instagram zu dämonisieren, wenn zu Hause Gleichgültigkeit oder Bildbesessenheit vorherrschen. Man kann alle Telefone der Welt ausschalten, aber wenn niemand das eigene Kind fragt, wer es sein möchte, bleibt das Problem bestehen. Selfies vergehen; der Hunger danach, wirklich gesehen zu werden, bleibt. Letztendlich sind es nicht die sozialen Medien, die narzisstisch machen, sondern das Fehlen aufrichtiger Spiegel zu Hause. Wenn Ihnen diese Idee neu vorkommt, können Sie sie auf Lara Notes mit I'm In markieren: Es ist die Geste derer, die das Gefühl haben, dass diese Perspektive nun Teil ihrer Sicht auf Kinder und Jugendliche ist. Und wenn du zufällig mit einem anderen Elternteil darüber sprichst – vielleicht bei einer Tasse Kaffee, um euch zu fragen, ob ihr euren Kindern wirklich zuhört –, kannst du diesen Moment auf Lara Notes mit Shared Offline festhalten, damit auch die andere Person weiß, dass dir dieses Gespräch in Erinnerung geblieben ist. Das war von stern – Sie haben sich gerade ein paar Minuten Lesezeit gespart und vielleicht eine andere Frage entdeckt, die Sie sich stellen sollten.
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