Warum hören nur einige Menschen mit Schizophrenie Stimmen?

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Die geheimen Stimmen: Warum nur einige mit Schizophrenie sie hören. Stellen Sie sich vor, Sie leben in einer Welt, in der Ihre inneren Gedanken manchmal als echte, externe Stimmen zu Ihnen sprechen. Während das Hören von Stimmen ein Kennzeichen der Schizophrenie ist, erlebt nicht jeder mit der Krankheit dieses Phänomen. Bis zu achtzig Prozent können irgendwann Stimmen hören, aber das Geheimnis bleibt: Warum hören manche Menschen mit Schizophrenie Stimmen, während andere dies nicht tun? Das menschliche Gehirn ist fein abgestimmt, um zwischen den Klängen, die wir erzeugen - wie wenn wir reden oder sogar nur über das Sprechen nachdenken - und den Klängen, die von außen kommen, zu unterscheiden. Bei den meisten Menschen arbeiten bestimmte Hirnregionen zusammen, um den Hörrindenbereich, den für die Verarbeitung von Schall verantwortlichen Teil, zu dämpfen, wenn sie sprechen oder sich vorstellen, zu sprechen. Diese neuronale Unterdrückung hilft uns, unsere eigene Stimme oder Gedanken als intern zu erkennen und Verwirrung mit Außengeräuschen zu vermeiden. Neuere Forschungen haben begonnen, den Vorhang zurückzuziehen, was passiert, wenn dieses System fehlzündet. Mit EEG baten Wissenschaftler die Teilnehmer, sich lautlos vorzustellen, eine Silbe zu sagen, während sie denselben oder einen anderen Ton über Kopfhörer hörten. Bei Menschen ohne Schizophrenie führte das Vorstellen und Hören des gleichen Geräusches zu einer gedämpften Reaktion im auditorischen Kortex, als ob das Gehirn bestätigte: "Ja, das bin ich." Aber bei denjenigen mit Schizophrenie, die auditive Halluzinationen erleben, verstärkte sich die Reaktion des Gehirns in diesen Momenten tatsächlich. Anstatt den Hörrinden zu beruhigen, verstärkten ihre Gehirne seine Aktivität - und verwischten die Grenze zwischen inneren Gedanken und äußerer Realität. Interessanterweise zeigten Personen mit Schizophrenie, die derzeit keine Stimmen hörten, Gehirnreaktionen, die irgendwo dazwischen lagen, was auf eine latente Verwundbarkeit hindeutet. Dies deutet darauf hin, dass die Neigung zu Halluzinationen bei einigen Menschen ruhen kann und auf die richtigen - oder falschen - Umstände wartet, um aufzutreten. Diese Ergebnisse bieten einen Einblick in das unsichtbare Zusammenspiel zwischen den motorischen Regionen (die an der Planung der Sprache beteiligt sind) und den auditiven Regionen im Gehirn. Wenn ihre Choreographie ins Stocken gerät, kann sich der Vorhang zwischen Denken und Wahrnehmen heben, und die innere Sprache wird mit Stimmen von außen verwechselt. Die Forschung ist besonders überzeugend, weil es ihr gelingt, in die inhärent private Welt der inneren Sprache zu blicken, eine Aufgabe, die Neurowissenschaftler seit langem herausfordert. Vielleicht am wichtigsten ist, dass diese Arbeit Möglichkeiten für eine Früherkennung eröffnet. Wenn diese Muster der Gehirnaktivität zuverlässig vorhersagen können, wer das Risiko hat, auditive Halluzinationen zu entwickeln, könnten Kliniker eines Tages eingreifen, bevor Stimmen zu belastenden Realitäten werden. Während noch viel über die vielfältigen Formen von Halluzinationen und ihre Ursprünge zu entdecken ist, nähert sich die Wissenschaft dem Verständnis - und schließlich der Vorhersage -, wer unter den Schizophrenen diese geheimen Stimmen hören könnte.
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