Wie KI Donald Trumps „Slopaganda“-Maschine ankurbelte
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Es gibt ein Wort, das unter amerikanischen Medienexperten kursiert: „Slopaganda“. Es ist kein Tippfehler, sondern eine Synthese aus „Slop“ – also Sachen, die achtlos hingeworfen werden – und „Propaganda“. Hier kommt die Überraschung: Künstliche Intelligenz wird nicht nur genutzt, um Lügen zu perfektionieren, sondern um so viele davon so schnell zu produzieren, dass die Realität nicht mehr mithalten kann. Man geht davon aus, dass die moderne Desinformation ein Qualitätsproblem ist – zu realistische Deepfakes, manipulierte Videos, die sogar Experten täuschen. Aber die wahre Revolution, die Trump auf Truth Social vorantreibt, liegt in der Quantität: ein Strom von falschen Bildern, Memes und erfundenen Fotos, die von KI generiert werden, nicht um zu überzeugen, sondern um zu sättigen. Das Ergebnis? Die Aufmerksamkeit zerbricht, die Menschen hören auf, nach der Wahrheit zu suchen, weil sie sie aufgeben. Anstatt eine perfekte Lüge zu erschaffen, besteht die Strategie darin, alle mit einer Lawine von „Slop“ zu überfluten – grobem Zeug, das oft nicht glaubwürdig, aber unaufhaltsam ist. Donald Trump, ehemaliger Präsident und Protagonist dieser Maschinerie, hat verstanden, dass die Stärke der KI nicht darin besteht, die Aufmerksamsten zu täuschen, sondern darin, es unmöglich zu machen, das Wichtige vom bloßen Lärm zu unterscheiden. Ein Berater aus seinem Team sagt es ganz klar: „Wir müssen nicht mehr jede Diskussion gewinnen. Es reicht, wenn niemand mehr eine verfolgen kann.“ Und während seine Gegner versuchen, jedes einzelne gefälschte Bild zu widerlegen, geht die Lawine weiter. Ein konkretes Beispiel? Im Frühjahr verbreitete sein Profil auf Truth Social Dutzende von KI-Bildern, auf denen Trump von riesigen Menschenmengen umarmt oder von weinenden Polizisten umgeben zu sehen ist. Keine dieser Szenen hat sich jemals wirklich ereignet, aber es geht nicht darum, zu überzeugen: Es geht darum, Sättigung zu erzeugen. Und hier kommt das Beunruhigende: Die meisten Nutzer, die diese Bilder sehen, fragen sich nicht einmal mehr, ob sie echt sind. Der Strom betäubt sie einfach. Laut Analysten ist es, als befände man sich in einem Raum, in dem hundert verschiedene Lieder gleichzeitig gespielt werden: Nach fünf Minuten hört man nichts mehr. Aber es gibt einen Aspekt, der oft übersehen wird: Diese Strategie zielt nicht mehr darauf ab, zu überzeugen, sondern zu ermüden. Trumps wahre Waffe ist nicht die raffinierte Lüge, sondern die Quantität. Wir sind in dem Glauben aufgewachsen, dass Desinformation eine Frage von „gut gemachten“ Fake News ist. Heute steht etwas anderes auf dem Spiel: Wer die Lautstärke des Lärms kontrolliert, kontrolliert das Gespräch. Der Satz, an den man sich erinnern sollte? Es ist nicht mehr nötig, den Kampf um die Wahrheit zu gewinnen, es genügt, sie unter einem Berg von Lärm zu begraben. Wenn diese Geschichte deine Perspektive verändert hat, kannst du das auf Lara Notes mit I'm In markieren – wähle aus, ob es sich um ein Interesse, eine Erfahrung oder eine Überzeugung handelt. Und wenn du jemandem erzählst, wie die Sättigung mit falschen Bildern die Politik verändert hat, kannst du auf Lara Notes das Gespräch mit Shared Offline markieren: So bleiben Spuren der Ideen, die wirklich zählen. Diese Notiz stammt aus der Financial Times und erspart dir mehrere Minuten intensives Lesen.
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Wie KI Donald Trumps „Slopaganda“-Maschine ankurbelte