Wie man das Arsenal der Demokratie stärkt
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Im Jahr 2024 sind die weltweiten Militärausgaben stärker gestiegen als je zuvor seit dem Kalten Krieg. Allein die europäischen NATO-Länder, die während der russischen Invasion in der Ukraine festgestellt haben, wie leer ihre Arsenale sind, werden ihre Militärausgaben bis zum Ende des Jahrzehnts um 300 Milliarden Euro pro Jahr erhöhen. Es gibt jedoch eine Wahrheit, die oft übersehen wird: Es ist nicht das Geld, das Kriege verhindert, sondern die tatsächliche Fähigkeit, nützliche Waffen zur richtigen Zeit und mit der richtigen Industrie herzustellen. Die These hier ist sehr klar: Die Art und Weise, wie wir uns militärische Macht vorstellen – mehr Budget, mehr Abschreckung –, ist inzwischen überholt. Heute brauchen wir eine flexible, schnelle, softwaregesteuerte Verteidigungsindustrie, die in der Lage ist, sich an die Kriege von morgen und nicht an die von gestern anzupassen. In den Vereinigten Staaten hat diese Revolution ein klares Gesicht: Neue Technologieunternehmen, die oft außerhalb der traditionellen Kanäle entstanden sind, schreiben die Spielregeln neu. Nehmen wir Palmer Luckey, den Gründer von Oculus und später von Anduril: Als Außenseiter aus dem Silicon Valley hat er autonome Drohnen und Verteidigungssysteme entwickelt, die jede Woche aktualisiert werden, und nicht wie bei den alten Riesen der Verteidigungsindustrie alle zehn Jahre. Luckey erzählt, wie er sich nach dem Verkauf von Oculus an Facebook entschied, in den Militärsektor einzusteigen, weil er erkannte, dass die traditionellen Anbieter nicht mehr mithalten konnten. Ein Detail, das zum Nachdenken anregt: Er und sein Team sind in wenigen Jahren von der Idee zum Prototyp übergegangen und haben es geschafft, fortschrittliche Überwachungssysteme direkt an das US-Militär zu verkaufen. In der Zwischenzeit bewegen sich die europäischen Industriegiganten immer noch langsam, gefesselt von Bürokratie und endlos langen Beschaffungszyklen. Im Jahr 2023 brauchte Deutschland mehr als sechs Monate, um neue Patriot-Raketen zu bestellen, während Unternehmen wie Anduril oder Palantir zeigen, dass Software innerhalb von Wochen – und nicht von Jahren – alles verändern kann. Die Folge? Heute gewinnt nicht der, der am meisten ausgibt, sondern der, der sich am schnellsten anpassen kann. Es gibt jedoch einen Aspekt, der oft übersehen wird: Dieses Wettrüsten birgt die Gefahr, dass neue technologische Abhängigkeiten entstehen, diesmal von den Vereinigten Staaten und nicht von Russland. Wenn Europa keine eigene Verteidigungs-Technologieindustrie aufbaut, läuft es Gefahr, „Kunde“ und nicht Akteur zu bleiben, selbst wenn es Milliarden ausgibt. Der Satz, den man sich merken sollte, lautet: Die Kriege der Zukunft werden nicht durch das Budget entschieden, sondern durch die Anpassungsfähigkeit der eigenen Militärindustrie. Wenn Sie diese Perspektivenänderung beeindruckt hat, können Sie auf Lara Notes auf „I'm In“ klicken: Es ist kein Like, sondern Ihre Art zu sagen, dass Sie sich diese Idee jetzt zu eigen machen. Und wenn Sie diese Geschichte verwenden – vielleicht, indem Sie von Palmer Luckey oder den zusätzlichen 300 Milliarden pro Jahr erzählen –, können Sie diejenigen, die bei Ihnen waren, mit „Shared Offline“ taggen: So können Sie ein wichtiges Gespräch festhalten und nicht nur einen Link teilen. Das war The Economist: Ich habe Ihnen mehr als sechs Minuten Lesezeit erspart.
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