Wie man Hunde bei heißem Wetter kühl hält
Englishto
Hitzewelle auf vier Pfoten. So bleiben Hunde im Sommer cool.
Sobald die Temperaturen steigen, werden aus fröhlichen Gassigängern schnell hitzegeplagte Vierbeiner. Denn Hunde – und besonders bestimmte Rassen – haben es schwer, sich bei Hitze selbst zu kühlen. Was im Frühling noch nach harmloser Sonne aussieht, kann für Tiere schnell gefährlich werden. Gerade zu Beginn der warmen Jahreszeit unterschätzen viele, wie wenig fit ihr Hund nach dem Winter ist und wie wenig er an das neue Klima angepasst ist. Ein zu langer Spaziergang in der Mittagshitze kann dann schon zu viel sein.
Besonders gefährdet sind Hunde mit kurzen Schnauzen wie Bulldoggen oder Möpse. Ihr „squishy-face“ bringt sie ordentlich ins Schwitzen – sie können schlichtweg nicht so effektiv hecheln wie ihre langnasigen Kollegen. Aber auch Übergewicht, bestimmte Medikamente oder mangelnde Fellpflege erhöhen das Risiko. Wer denkt, das dicke Fell müsse radikal runter, irrt oft: Gut gepflegte Unterwolle isoliert sogar gegen Hitze, während abgeschorene Hunde manchmal schneller überhitzen.
Der Alltag im Sommer braucht Anpassung: Spaziergänge besser am frühen Morgen oder abends, immer Wasser dabei, immer einen kühlen Schattenplatz suchen. Und der Asphalt kann zur gefährlichen Falle werden – wenn der Boden zu heiß ist, drohen schmerzhafte Brandblasen an den Pfoten. Ein schneller Test: Hält die eigene Hand 30 Sekunden auf dem Boden aus? Sonst lieber auf Gras oder Erde ausweichen oder Hundeschuhe anziehen.
Auch technisches Zubehör wie Kühlwesten oder spezielle Sonnencremes für empfindliche Nasen und Ohren können helfen – aber nicht alles hält, was es verspricht. Kühlwesten wirken meist nur kurz und werden dann selbst zur warmen Hülle. Wer wirklich Abkühlung sucht, setzt auf Wasser. Hunde, die gerne den Kopf ins Wasser tauchen oder mit dem Gartenschlauch spielen, profitieren deutlich. Doch Vorsicht bei Eiswasser: Zu kalte Temperaturen können die Gefäße verengen und den Hitzeabbau sogar erschweren.
Worauf sollte man achten? Starkes Hecheln, lautes oder keuchendes Atmen, Desorientierung oder tiefrote Schleimhäute sind Warnsignale für Überhitzung. Dann gilt: Sofort Schatten suchen, kühles Wasser auf Fell und Pfoten, eventuell einen Ventilator nutzen – und falls nötig, schnell zum Tierarzt. Hitze kann bei Hunden zu Organschäden führen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.
Unsere Hunde sind loyal bis zur Selbstaufgabe. Sie begleiten uns auch dann, wenn es für sie schon gefährlich heiß wird. Deshalb ist es an uns, auf ihre Bedürfnisse zu achten, sie zu schützen und für einen coolen Sommer zu sorgen.
0shared

Wie man Hunde bei heißem Wetter kühl hält