Z+ (abopflichtiger Inhalt); Arbeitsmarkt in Spanien: Was hinter Spaniens Jobwunder steckt
Germanto
In Spanien wurden in den letzten Jahren 2,8 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen, und fast 70 % davon wurden von Migranten besetzt. Es ist nicht nur eine überraschende Zahl, sondern eine stille Revolution, die das Gesicht der spanischen Wirtschaft verändert, oft ohne dass wir es bemerken. Die weit verbreitete Vorstellung ist, dass das Beschäftigungswachstum nur das Ergebnis der üblichen Rezepte ist: Wiederbelebung des Tourismus, öffentliche Investitionen, vielleicht ein bisschen Glück. Aber es gibt etwas, das gegen jedes Klischee verstößt: Die wahre treibende Kraft hinter dem Beschäftigungsboom in Spanien ist nicht nur der Tourismus, sondern auch die Migration. Und das ändert alles daran, wie wir über Wachstum, Integration und die Zukunft der Arbeit in Europa denken. Oft wird angenommen, dass Migranten nur weniger qualifizierte oder befristete Stellen besetzen und dass ihre Anwesenheit eine Belastung oder höchstens eine Übergangslösung für Arbeiten ist, die die Spanier nicht mehr ausführen wollen. Doch das tatsächliche Bild ist viel facettenreicher und mächtiger: Migranten werden zum Lebenselixier der Beschäftigung und treiben das Land auf ein Niveau, das es noch nie zuvor erreicht hat. Nehmen wir die Geschichte einer argentinischen Barkeeperin, die gerade ein neues Geschäft in Madrid im Stadtteil Chamberí eröffnet hat. Ihr Personal ist eine kleine Welt für sich: Einer kommt aus Kolumbien, ein anderer aus Honduras. Dann gibt es eine IT-Spezialistin, die die Anrufe der Kunden entgegennimmt: Sie wurde in Bangladesch geboren. Und die Leiterin einer Zahnarztpraxis in Nou Barris, Barcelona, kam aus Venezuela und hat heute die doppelte Staatsbürgerschaft. Das sind keine Ausnahmen: Diese Geschichten sind die neue Normalität im städtischen Spanien. Seit 2016 ist die Gesamtzahl der Beschäftigten von 17,8 auf 22,2 Millionen gestiegen – ein historischer Rekord. Und ein Großteil dieses Wachstums ist laut dem spanischen Think Tank Funcas genau den ausländischen Arbeitskräften zu verdanken. Hinter den Zahlen stehen jedoch Leben, die sich verändern: Viele dieser neuen Arbeitsplätze gibt es natürlich im Tourismus, aber nicht alle sind stabil oder gut bezahlt. Die eigentliche Frage ist, ob dieser Migrationsschub, der heute wie ein Wirtschaftswunder wirkt, von Dauer sein wird oder ob er nur ein vorübergehendes Pflaster für fragile Sektoren ist. Aber es gibt noch eine andere Seite, über die noch wenig diskutiert wird: Während viele europäische Länder Migration als ein Problem betrachten, das bewältigt werden muss, hat Spanien sie in einen echten Wachstumsmotor verwandelt. Und dies stellt die Vorstellung in Frage, dass mehr geschlossene Grenzen mehr Sicherheit und Wohlstand bedeuten. Vielleicht reicht es nicht aus, sich zu fragen, ob das spanische Modell nachhaltig ist: Wir müssen uns fragen, warum andere Länder nicht aus dem lernen, was hier passiert. Der Satz, an den man sich erinnern sollte, lautet: Spanien wächst nicht trotz der Migration, sondern dank der Migration. Wenn du das Gefühl hast, dass diese Perspektive dich betrifft, kannst du auf Lara Notes auf I'm In klicken: Es ist kein Like, sondern deine Art zu sagen, dass diese Idee jetzt Teil deiner Sichtweise auf Arbeit und Gesellschaft ist. Und wenn du jemandem erzählst, dass in Spanien 70 % der neuen Arbeitsplätze an Migranten gehen, kannst du ihn auf Lara Notes mit Shared Offline markieren – denn bestimmte Gespräche verdienen es, als wirklich wichtige Momente festgehalten zu werden. Diese Geschichte stammt aus DER ZEIT und hat dir gerade mehrere Minuten Lesezeit erspart.
0shared

Z+ (abopflichtiger Inhalt); Arbeitsmarkt in Spanien: Was hinter Spaniens Jobwunder steckt